WYC SBL06 HH 163018672m FotoLWehrmann 100WYC segelt im Hamburger Windpoker auf Rang zwölf

Rang zwölf beim sechsten und letzten Event der 1. Segel-Bundesliga 2016 in Hamburg (vom 27. bis 29. Oktober) und Platz zehn in der Abschlusstabelle – so die Ergebnisse für den Württembergischen Yacht-Club. Das Team Max Rieger, Thomas Stemmer, Felix Diesch und Conrad Rebholz war angetreten, um einen Platz in der ersten Tabellenhälfte zu sichern. Nicht einmal ein Punkt fehlte am Ende für dieses Ziel.

„Die erste Hälfte der Tabelle um einen Rang nur knapp zu verfehlen ist keine schlechte Leistung“, zollte WYC-Präsident Oswald Freivogel dem gesamten Bundesliga-Team des Vereins Respekt.
Dass die wechselhaften Winde auf der Alster nicht nur dem WYC-Team Probleme bereiteten, sah man an den sprunghaften Resultaten der anderen Vereine. Die Tutzinger DTYC-Crew, die mit elf Punkten Vorsprung auf klarem Meisterschaftskurs lag, fand sich im unteren Tabellenbereich wieder und konnte erst in den letzten Rennen gerade noch zwei Punkte Vorsprung und damit zum zweiten Mal nach 2015 den Meistertitel sichern. Mit einem Sieg beim Event in Hamburg wurden die Berliner Segler vom VSaW Vizemeister. Die Starnberger Crew des Bayerischen Yacht-Clubs indes verdrängte mit Platz fünf in Hamburg die Lindauer um Veit Hemmeter noch in der Abschlusstabelle auf den vierten Rang.
„Die Alster ist ein extrem schwieriges Revier“, resümierte Steuermann Max Rieger. „Da ist ein guter Start kein Garant mehr, dass man auch an der Luvtonne vorne ankommt.“ Nach einem durchwachsenen ersten Tag kam das WYC-Quartett am Freitagmorgen bestens zurecht. Schlechtes Wetter und Wind mit drei Beaufort und Böen waren nicht mehr ganz so unkalkulierbar. „Es ging meistens über links, da waren wir auch schnell“, so Rieger nach zwei Laufsiegen. Doch dann flog das WYC-Team wegen Frühstarts im dritten Lauf raus. „Da war aber noch einer deutlich über uns“, klagte Taktiker Thomas Stemmer. Später ließ der Wind wieder nach – und damit auch die kurze Erfolgssträhne. „Da ist man nie in sicherer Position, selbst wenn man über dem Feld liegt“, so der Senior an Bord des WYC-Teams. Mit dem nächsten Dreher kann in den kleinen Feldern mit jeweils sechs Booten in einem Start alles ganz anders aussehen: „Da braucht man gute Nerven!“
„Ende gut, alles gut“, zog Stemmer einen Strich unter den Event, bei dem das WYC-Team streckenweise erheblich unter Druck geraten war. Mit Platz zehn in der Abschlusstabelle war das Ziel nicht ganz erreicht, aber der Gang in die Relegation klar vermieden. Die Clubs auf den Plätzen 13 bis 15 mussten diese Relegation am Sonntag segeln. Der Lübecker YC und der Berliner YC konnten sich dort behaupten, der Flensburger SC muss in die zweite Liga. Direkt abgestiegen sind die Vereine auf den Plätzen 16 bis 18, der Kieler Yacht-Club, die SV Itzehoe und der YC Berlin-Grünau. Der WYC indes kann sich 2017 auf seine fünfte Saison in der 1. Segel-Bundesliga freuen.

Ergebnisse

6. Spieltag der 1. Segel-Bundesliga 2016, Hamburg, Alster
1. VSaW Berlin, 47 Punkte
2. Düsseldorfer YC, 48 P.
3. SMC Überlingen (Tino Mittelmeier & Crew), 52 P.
10. DTYC Tutzing
12. Württembergischer YC (Max Rieger, Thomas Stemmer, Felix Diesch und Conrad Rebholz)
14. Lindauer Segler-Club (Veit und Teresa Hemmeter, Fabian Gielen und Martin Hostenkamp)

1. Segel-Bundesliga 2016, Abschluss-Tabelle nach 6 Events
1. Deutscher Touring YC Tutzing, 21 Punkte
2. Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW, Berlin), 23 P.
3. Bayerischer YC, 38 P.
4. Lindauer Segler-Club, 39 P.
8. SMC Überlingen, 60 P.
10. Württembergischer YC, 62 P.
Die Vereine auf dem Plätzen 1 bis 3 sind für die Champions League 2017 qualifiziert.

WYC SBL06 HH 163018672m FotoLWehrmann 600

Mit Rang zwölf beim letzten Event der Bundesliga-Saison 2016 in Hamburg ist das WYC-Team Max Rieger (verdeckt), Thomas Stemmer (rote Mütze), Felix Diesch (links) und Conrad Rebholz (rechts hinter dem Mast) in der Abschlusstabelle auf Platz zehn gesegelt. Der WYC wird damit auch in der Saison 2017 erstklassig sein. Der Club gehört der Segel-Bundesliga seit der Gründung im Jahre 2013 an.
Foto: Lars Wehrmann DSBL

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