160808 Rio2016 pm WILHELM 14242-2 100Mit Rang sechs hat WYC-Surfer Toni Wilhelm die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro beendet. Im abschließenden Medal Race unter dem Zuckerhut surfte er auf Rang fünf – was an seiner Gesamtplatzierung nichts mehr änderte.

Eine positive Bilanz der Spiele hatte Toni Wilhelm schon vorher gezogen: „Ich habe mir mit Blick auf meine Vorbereitung nichts vorzuwerfen. Dass ich die Medaille nicht gewinnen konnte, ist natürlich schade. Aber ich kann sagen, dass ich zu den besten Surfern der Welt gehöre.“ WYC-Präsident Oswald Freivogel zog seinen Hut vor Toni Wilhelm: „Dreimal bei Olympia, davon zweimal ganz vorne mit dabei – das ist ganz herausragend!“ Der WYC hatte Wilhelm bei diesen und den Spielen von 2012 nach Kräften unterstützt. „Klar hätten wir uns alle gewünscht, dass er seine Karriere mit einer Medaille beenden kann. Aber unserer Achtung und Wertschätzung seiner Leistungen tut das in keinster Weise Abbruch“, betont Freivogel. „Natürlich sind wir stolz auf so einen, auch menschlich absolut sympathischen Sportler!“

Die spannendste Frage vor dem olympischen Medal Race der Surfer war, wer wohl Dritter wird und Bronze holt. Denn vorzeitig standen mit Dorian van Rijsselberge (Niederlande) und Nick Dempsey (Großbritannien) bereits die Gold- und Silbermedaillengewinner fest. Es waren ... die gleichen wie 2012 bei den Spielen von London/Weymouth. Würde nun ebenfalls ein Pole Bronze holen – diesmal Piotr Myszka statt wie damals Przemyslaw Miarczynski? Und die zweite Frage war: Schafft es Toni Wilhelm vom Württembergischen Yacht-Club, sich vom sechsten Platz aus noch zu verbessern?

Die Antwort war zweimal nein. Toni Wilhelm begann wie vor vier Jahren im Medalrace: Er rundete die erste Luvtonne als Neunter – von zehn Surfern im Medal Race. Doch diesmal konnte er sich noch ein wenig nach vorne kämpfen und kam als Fünfter ins Ziel. Das änderte aber nichts mehr an Rang sechs in der Gesamtwertung. „Ich bin stolz auf das, was ich bei Olympia erreicht habe. Dorian und Nick gratuliere ich. Bei dieser olympischen Regatta hatte ich den Jungs nicht genügend entgegenzusetzen. Dass ich krank geworden bin, hat sicher nicht geholfen. Doch am Ende muss ich akzeptieren, dass andere hier in Rio besser waren“, hatte Toni Wilhelm schon vor dem Medal Race ins DSV-Tablet diktiert. Insbesondere der eindrucksvolle erste Platz in einer Wettfahrt, als er Dempsey auf der Ziellineie ein paar Zentimeter abnehmen konnte, wird in Erinnerung bleiben.

Und auch der Pole Piotr Myszka konnte den dritten Rang nicht halten. Beim Rennen auf der Bahn Pao de Acucar bei gerade einmal 8 bis 10 Knoten Wind begann der amtierende Weltmeister Myszka mit einem fünften Platz an der Luvtonne. Doch er wurde sukzessive durchgereicht, bis er die Medaille verloren hatte. Als Neunter musste er 18 Punkte einstecken – zu viele für Bronze. Diese Medaille holte sich der Franzose Pierre Le Coq – Weltmeister von 2015. Er kam zwar auch nur als Siebter ins Ziel – doch da Myszka zwei Plätze weiter hinten herumgurkte, reichte es dem Franzosen, um mit einem Punkt Vorsprung Bronze zu holen. Bitter für den Polen. Fünfter wurde schließlich der Grieche Byron Kokkolanis – mit 18 Punkten aus dem Medal Race.

Der Endstand nach 12 Rennen plus Medal Race. :

1. Dorian von Rijsselberge NED, 25 P

2. Nick Dempsey GBR, 52 Punkte

3. Pierre Le Coq FRA, 86 P

4. Piotr Myszka POL, 88 P

5. Byron Kokkolanis GRE, 96 P

6. Toni Wilhelm WYC GER, 100 P

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Immer das Beste geben war die Devise © Sailing Energie

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Toni Wilhelm und sein Trainer Pierre Loquet © Sailing Energie

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