Der Olympiasieger wurde bereits gefeiert, der Zweite ebenso – doch das Medal Race steht noch aus ... Dorian van Rijsselberge (Niederlande), Olympiasieger von 2012, ließ am vierten Wettkampftag der Surfer auf dem RS:X-Brett nichts anbrennen. Mit zwei ersten Plätzen und einem sechsten Rang beendete der 35-Jährige die Qualifikationsphase mit 23 Punkten – auf Rang eins. Sein direkter Konkurrent Nick Dempsey (Großbritannien, seit Samstag 36 Jahre alt), in London auch schon Silbermedaillengewinner, surfte am Freitag in Rio auf die Plätze 5, 7 und 8. Damit hatte er zwar nach anfänglichen zwei Tagen Führung das Nachsehen im Kampf um die Goldmedaille. Doch bei 44 Punkten ist Rijsselberge uneinholbare 21 Zähler voraus, der Dritte aber mit 70 Punkten ebenso abgeschlagen. Gold und Silber ist an die Heroen von London vergeben – um den dritten und die folgenden Plätze kann sich der Rest schlagen.

Rang drei mit 70 Punkten belegt der Pole Piotr Myszka. Er hat damit die beste Ausgangsposition um den verbliebenen Bronzemedaillenkampf im Medal Race am Sonntag. Interessant, dass vor vier Jahren Bronze auch schon von einem Polen geholt wurde. Damals schnappte Przemyslaw Miarczynski die Bronzemedaille Toni Wilhelm vor der Nase weg. Diesmal geht der Surfer vom Württembergischen Yacht-Club als Sechster ins Medal-Race. Mit den Plätzen sieben und acht machte er zunächst geringfügig Boden gut – doch ein 19. Platz im zwölften Rennen katapultierte ihn wieder auf den sechsten Platz zurück.

Rein rechnerisch ist noch vieles möglich im Medal Race – nur keine Medaille für Toni Wilhelm. Denn mit 90 Punkten hat er einen Abstand von 20 Zählern auf Platz drei – also gerade nicht mehr erreichbar mit dem doppelt zählenden Medal Race der besten zehn.

Vierter könnte Toni Wilhelm unter günstigen Umständen noch werden – wie in London 2012.

„Ich bin stolz auf das, was ich bei Olympia erreicht habe“, wird Toni Wilhelm vom DSV zitiert. „Dorian und Nick gratuliere ich. Bei dieser olympischen Regatta hatte ich den Jungs nicht genügend entgegenzusetzen. Dass ich krank geworden bin, hat sicher nicht geholfen. Doch am Ende muss ich akzeptieren, dass andere hier in Rio besser waren.“ Der WYC-Surfer tritt am Sonntag (18 Uhr MESZ) noch einmal zum Medal Race an. „Ich habe mir mit Blick auf meine Vorbereitung nichts vorzuwerfen. Dass ich die Medaille nicht gewinnen konnte, ist natürlich schade. Aber ich kann sagen, dass ich zu den besten Surfern der Welt gehöre.“

Der Zwischenstand nach 12 Rennen vor dem Medal Race. :

1. Dorian von Rijsselberge NED, 23 P

2. Nick Dempsey GBR, 44 Punkte

3. Piotr Myszka POL, 70 P

4. Pierre Le Coq FRA, 72 P

5. Byron Kokkolanis GRE, 78 P

6. Toni Wilhelm WYC GER, 90 P

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